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nach STRODISIGN kommt STRODISEIL

Das Dorf Strodehne ist in die kollektive Kunst-Produktion eingestiegen, um ein gemeinsames Werk mit hohem Symbolwert zu schaffen: Ein vielgestaltiges Kunst-Seil wird möglichst viele Dorfbewohner*innen sowie die ortsansässigen Vereine und Institutionen miteinander verwickeln und so das Dorf als eine über alle Differenzen hinaus funktionierende (Produktions-)Gemeinschaft verbildlichen.
Regie des Produktionsprozesses führen die „Kulturversorgerinnen“ des KVR Gabriele Konsor und Birte Hoffmann zusammen mit der Berliner Künstlerin Gabriele Regiert, die profunde Expertise in der künstlerischer Verarbeitung von Material einbringt.

Öffentlicher Drehtermin am 2. Oktober

auf dem Strodehner Dorfplatz: Die Performance beginnt um 14 h und dauert so lange, bis das Kunst-Seil fertig ist.

Der Seiler Detlef Preetz aus Osterburg (Altmark) kommt mit seiner Seilmaschine nach Strodehne, um die gelieferten Stränge zum "Strodiseil" zusammen zu drehen. Professionelle Unterstützung bei der ungewöhnlichen Seilproduktion bekommt er von der Produktdesignerin Vera Castelijns, die während ihres Studiums an der Kunsthochschule Weißensee das Seilmachen als Recycling-Methode entdeckte.
Auf Grund der Unterschiedlichkeit der zu verdrehenden Materialien ist das Resultat des ungewöhnlichen Seil-Drehs für alle Beteiligten ein mit Spannung erwartetes „Open End“.

Zahlreiche Strodehner*innen aller Altersgruppen wirken vor und hinter den Kulissen an der Drehaktion mit.
Moderiert wird die Performance von Malika Chalabi, Fernsehfrau und Wochenend-Strodehnerin.

Im Schlusspanel mit dem Kulturwissenschaftler Alexander Klose werten die Mitwirkenden das entstandene Seil-Kunstwerk aus und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum (ca. 17 h).


Ein Hörstück der Radiomacherin und „Soundbastlerin“ Julia Tieke, das Klänge aus den Industriestandorten Premnitz und Wittenberge mit dörflichen Alltags- und Arbeitsgeräuschen mischt, begleitet den Dreh.

Bereits am Vorabend (1. Oktober) wird das Künstlerduo Demming&Rieken das Dorf als „Kinematografische Dorfguerilla“ mit themenbezogenen Openair-Projektionen im Dorfraum auf das Seildreh-Event einstimmen.
Am Abend des 2. Oktober wird die Projektion wiederholt.


1 m = 1 Euro

Alle „Locals“ sind aufgerufen, als persönlichen Beitrag mindestens zehn Meter flexibles Strangmaterial zum Dorfseil beizutragen.
Produktionsziel sind 1000 Meter Material für die Herstellung des kollektiven Seils. Eine Anzeigetafel vor dem KVR zeigt den jeweils aktuellen Score des Produktions-Fortschritts an. (KLICK image!)
Die Anfertigung der Seilstränge wird bezahlt: 1 m = 1 Euro.
Die Produzent*innen können das Geld behalten – oder für eine dem Dorf zu Gute kommende Aktion spenden. Wie beim „Crowdfunding“ werden viele kleine Beträge dann zu einer nennenswerten Summe.

Bisher abgegebene Materialien:


Feuerwehrschlauch • Strickband • Ankertau des Traumschüffs • ein Glockenseil der Dorfkirche • Luftmaschen • Flatterband • Angelsehne • Abschleppseil+Hundeleine • Koppeldraht • Stränge aus Billardtuch, Bettbezügen, Europafahne, Sommerkleid, Möbelstoff, Geschirrtüchern, Kittelschürzen, Werkstattlappen, Baufolie, Kleiderstoff, Chemiefaserwolle, Textilkunstwerk...


Animationsproduktion

13. August 2021

Ergebnis der ersten Schicht: 68 Meter produziertes Material.

An den Maschinen
im KVR: Birte Hoffmann, Gabriele Regiert, Gabriele Konsor.
in Heimarbeit: Gerd Hollander, Marion Bernicke Perez Castilleja

Das Projekt "Mit Deeron und Veritas" findet statt im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2021 „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung“
gefördert von: Fonds Soziokultur, Kulturland Brandenburg 2021


letzte Änderungen: 24.9.2021